Maskenspende an kommunale Institutionen in der Gemeinde Bruckberg

Mit einer Spendenanfrage bezüglich Masken für die Schulkinder wandte sich der Vorsitzende des Fördervereins der Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen, Bernhard Jauck, an die Firma SWS Medicare aus Altheim.

Umgehend wurde er vom Gesellschafter Orhan Söhmelioglu, zurückgerufen und ein Termin vereinbart. Hierbei konnte sich Bernhard Jauck gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, Martin Lohmaier, ein ausführliches Bild vom Firmensitz in Altheim machen. Orhan Söhmelioglu berichtete davon, dass er einen Bezug zu Bruckberg hat, da er in seiner Jugendzeit in den 90er-Jahren regelmäßig in der damaligen Jugenddisco im Pfarrheim sowie einer ehemaligen Diskothek im Gemeindebereich als DJ unterwegs war.

Neben Orhan Söhmelioglu stecken noch Volkan Akoglu und Sabahattin Incekalan als Gesellschafter hinter der SWS Medicare. Seit Beginn der Coronapandemie war es ihr Ziel, den Engpässen in der Maskenproduktion in Deutschland entgegenzuwirken.

Beeindruckt zeigten sich Bernhard Jauck und Martin Lohmaier von dem, was hier in kurzer Zeit aufgebaut wurde. Im August 2020 erfolgte der Startschuss zur Maskenproduktion mit 24 Mitarbeitern, innerhalb kurzer Zeit konnte die Belegschaft auf 220 Personen erweitert werden. Die Firma SWS Medicare GmbH in Altheim läuft im Hochbetrieb, in drei Schichten wird rund um die Uhr, sechs Tage die Woche, produziert. An einem Tag laufen ca. 150.000 FFP2-Masken über die Maschinen. Diese müssen nach der Produktion begutachtet, verpackt und versandt werden.

Hoher Qualitätsanspruch durch laufende Kontrollen
Ganz wichtig ist den Unternehmern der Qualitätsanspruch ihrer Produkte: Jedes Vlies, das in Altheim eintrifft, wird in einem eigenen Labor geprüft. Auch die Masken, die daraus entstehen, werden Tests unterzogen. So wird analysiert, ob der Atemwiderstand passt und die Filterung funktioniert. „Die Qualität unserer FFP2-Masken entspricht eigentlich der höherwertigen FFP3-Maske. Das ist für uns im Einkauf natürlich etwas teurer, aber das ist uns unser Anspruch wert“, so Söhmelioglu.

Eindrucksvoll waren für Bernhard Jauck und Martin Lohmaier ebenso das große Sortiment an Masken, welche die SWS Medicare anbietet. Laut Orhan Söhmelioglu muss man eine solche Vielfalt an Maskentypen eines Herstellers lange suchen. Der neueste Maskentyp nennt sich Fisch-Maske, da diese partikelfilternde Atemschutzmaske in der sogenannten Fisch-Form geschnitten ist und aus mehreren Lagen dichter Filtermaterialien besteht. Durch ein in der Mitte befindliches Filtervlies mit elektrostatischer Ladung werden durch die Fischmaske selbst feinste Aerosole festgehalten, die durch die reine Faserdichte des Gewebes nicht aufgefangen werden.
Diese Atemschutzmaske bietet nicht nur dem Träger einen wirksamen, zuverlässigen Schutz vor infektiösen Partikeln und Aerosolen, einschließlich Viren, sondern dient auch dem Schutz Dritter, da nicht nur die Ein- sondern auch die Ausatemluft wirksam gefiltert wird.

Am Ende der Betriebsführung erhielten Bernhard Jauck und Martin Lohmaier von Orhan Söhmelioglu eine großzügige Maskenspende über 3000 extra angefertigte Kindermasken für die Schulkinder sowie 2000 FFP2-Masken. Diese wurden bereits an die Schulkinder der Gemeinde verteilt sowie den Gemeindefeuerwehren zur Verfügung gestellt. Die aktuell niederen Insidenzwerte seien zwar ein Zwischenerfolg in der Pandemiebekämpfung, aber wegen der grassierenden Delta-Variante müsse man auf negative Entwicklungen vorbereitet sein, waren sich die Gesprächspartner einig.

Bild: Gönner Orhan Söhmelioglu mit den beiden Vereinsvorsitzenden Bernhard Jauck und Martin Lohmaier (von links).

Die Maskenproduktion in Deutschland organisiert sich und gründet den Maskenverband Deutschland e.V.

Die Entwicklung der Coronapandemie im vergangenen Jahr hat eine neue Branche in Deutschland hervorgebracht. Zahlreiche Unternehmen haben sich das Ziel einer bundesweiten Versorgung von hochwertigen Schutzmasken zur Aufgabe gemacht.
Durch den Dialog zwischen qualifizierten Unternehmern, welche ihre Produktionen in Deutschland aus dem Boden gestampft haben, wurden sehr schnell die zukünftigen Ziele des Verbandes gesteckt.
Zur Unterstützung der Verbandstätigkeiten konnten verschiedene Materiallieferanten, Prüfgerätehersteller, Hersteller von Verpackungsmaschinen und unabhängige Sachverständige für Medizinprodukte gewonnen werden.
Gemeinsamen Ziele ist es, das Qualitätsversprechen „Made in Germany“ zu wahren und eine Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.
Die wesentlichen Themen des Verbandes:
1. Planbare Versorgungssicherheit mit Masken aus Deutschland
2. Hohe Wertschöpfungskette durch deutsche Hersteller
3. Volle Transparenz und Compliance zwischen den Herstellern, Politik und Zivilgesellschaft
4. Fairer Wettbewerb für deutsche Hersteller um dauerhaft die Kompetenz und die Arbeitsplätze zu erhalten
5. Qualität, Rückverfolgbarkeit und Haftung als lokale Produzenten
6. Entwicklung neuer Standards und Normen, auch über Corona hinaus
7. Nachhaltigkeit in Produktion und Transport

Der Verband umfasst heute bereits ca. 30 Mitglieder und wächst weiter: “Wir denken, dass bereits ein Drittel aller Hersteller, die in Deutschland produzieren, schon im Verband organisiert sind und weitere dem Verband beitreten werden” so der Vorsitzende des Verbandes. Die Unternehmen produzieren wöchentlich mit über 500 Mitarbeitern und einer Produktionskapazität von 18 Millionen Masken.
In den nächsten Tagen werden Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern geführt, die an der Entwicklung der med. Grundversorgung in Deutschland mitwirken.

Der Deutsch-Amerikanische Frauenclub München e.V. hilft mit 3500 FFP2 Masken – Pfarrer Rainer Maria Schießler unterstützt beim Verteilen

Chairlady Silbertee Susanne Ahrens war mit ihrem Spendenaufruf nach dem entfallenen Silbertee des Deutsch-Amerikanische Frauenclubs München e.V. höchst erfolgreich: durch die Großzügigkeit der Münchner und der Mitglieder ist es nun dem Club möglich, verschiedenen Projekte weiterhin zu unterstützen.

Diese Aktion mit FFP2 Masken wird großzügig unterstützt von der Firma SWS Medicare, ein bayerisches Unternehmen mit 210 Mitarbeitern, welches im letzten Sommer aufgrund der hohen internationalen Nachfrage an Masken innerhalb kürzester Zeit aufgebaut wurde.

Chairlady Susanne Ahrens dankte bei der Übergabe dem Geschäftsführer von SWS Medicare Orhan Söhmelioglu herzlich im Namen des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs München e.V. und im Namen der Menschen, die diese Masken erhalten.

Rainer Maria Schießler, Pfarrer des Pfarrverbandes St. Maximilian und der Heilig Geist Kirche, hoch geschätzt für sein unkonventionelles und überzeugendes Wirken als Geistlicher und in der Seelsorge, half dankenswerter Weise beim Verteilen der Masken.

Die Masken kommen Menschen zugute, die keine Wohnung haben und in eine wirtschaftliche, soziale oder gesundheitliche Notlage geraten sind, wie z.B. Menschen im Katholischen Männerfürsorgeverein München oder in der Straßenambulanz München, für die sich Pfarrer Schießler seit langem einsetzt, und die die FFP2 Masken nun erhalten.

 

Präsidentin Traudl Schmid und Susanne Ahrens drückten die Freude des Clubs aus, außerdem drei weitere Institutionen mit FFP2 Masken unterstützen zu können.

Tanja Forderer-Barlag, Leiterin des Ronald MCDonald Haus am Deutschen Herzzentrum München, Geschäftsführerin Ute Bernauer vom ASZ Caritas Verband der Erzdiözese  München Freising e.V. und Gundula Brunner  und Sabine Wieninger, beide geschäftsführender Vorstand der Imma e.V. Initiative für Münchner Mädchen und junge Frauen, dankten herzlich.

 

Pressemitteilung Universal Certification: „CE-2163-Masken sind EU-konform“

Die Universal Certification bestätigt, dass die 2163-Gesichtsmasken-Zertifizierung CE-konform ist und lehnt unbegründete Behauptungen über die Nichtkonformität von Masken, die in einigen Zeitungen veröffentlicht und von verschiedenen italienischen Medien neu aufgelegt wurden, nachdrücklich ab:

· Die unbegründeten Behauptungen einiger Artikel in den italienischen Medien wurden Aussagen eines bestimmten Handelsunternehmens mit einem offensichtlichen Interessenkonflikt entnommen. Sie geben an, Tests durchgeführt zu haben, für die sie auf Anfrage der Universal Certification keine Nachweise erbringen konnten und die möglicherweise nicht in akkreditierten Labors und nach den korrekten Verfahren durchgeführt wurden

· Die Universal Certification entspricht allen geltenden EU-Normen und -Vorschriften, und ihre Prüf- und Zulassungszeiten stimmen mit anderen benannten Stellen überein, wenn nicht sogar langsamer

· Das CE 2163-Zeichen gilt für Gesichtsmasken, die nicht nur in China, sondern auch in EU-Ländern hergestellt werden

· China verfügt über eine gut etablierte Testinfrastruktur mit zuverlässiger Ausrüstung und langjährigem Fachwissen. Die meisten benannten Stellen lassen in China hergestellte Gesichtsmasken in lokalen Labors testen

Mailand / Istanbul, 7. März 2021 – Nach den jüngsten Nachrichten und Kommentaren in der italienischen Presse zu angeblichen Problemen bei Zertifizierungen durch Universal Certification von FFP2-Gesichtsmasken, die vom Unternehmen mit dem CE-Zeichen 2163 zertifiziert wurden, stellt das Unternehmen fest, dass der gesamte Zertifizierungsprozess durchgeführt wird in Übereinstimmung mit der in der EU eingerichteten CE-Kennzeichnungsinfrastruktur.

Wie jede andere benannte Stelle führt die Universal Certification erste Typprüfungen an den Masken durch und führt anschließend Stichprobenkontrollen bei der Herstellung durch, um zu überprüfen, ob die Produktqualität während der Massenproduktion mit der in den Tests verifizierten übereinstimmt. Es ist den benannten Stellen nicht möglich, jede einzelne Gesichtsmaske zu überprüfen, die auf der Grundlage des zertifizierten Typs hergestellt wurde. Behauptungen, dass die Test- und Genehmigungszeiten von Universal Certification schneller als der Durchschnitt sind, entsprechen nicht der Realität.

Alle 2163-Zertifikate werden streng nach der (EU) 2016/425-Verordnung für PSA (persönliche Schutzausrüstung) ausgestellt und alle Proben müssen die EN 149-Prüfungen bestehen. Alle Fabriken müssen vor Ort auditiert werden und die durchschnittliche Zertifizierungszeit von Universal Certification beträgt 2 bis 3 Monate, was im Vergleich zu anderen benannten Stellen tatsächlich langsam ist. Die Zertifikate von Universal Certification können durch Scannen des beigefügten QR-Codes überprüft werden, während informelle Mittel wie soziale Medien nicht verwendet werden sollten.

Die Verantwortung für die Einhaltung der Qualität von medizinischen Gesichtsmasken (OP-Masken) liegt beim Hersteller, wie in der EU-Konformitätserklärung festgelegt. Die Überwachung der Produktqualität auf dem Markt liegt in der Verantwortung der Marktüberwachungsbehörden. Diese Kontrollen werden für alle Masken durchgeführt, die beim Zoll oder durch Probeentnahme an Verkaufsstellen auf den EU-Markt Inverkehr gebracht werden.

Osman Camci, Direktor Universal Certification, kommentiert: „Wir möchten darauf hinweisen, dass es ein etabliertes offizielles Verfahren durch EU-Stellen gibt, um die Öffentlichkeit zu benachrichtigen, wenn ein nicht konformes Produkt auf dem Markt identifiziert wird, was anscheinend nicht der Fall war im vorliegenden Fall gefolgt. Im Gegenteil, die in den Zeitungen veröffentlichten und von den Medien neu gestarteten Nachrichten beziehen sich auf nicht spezifizierte Tests, die anscheinend von einem Handelsunternehmen beworben wurden, dessen Durchführungsbestimmungen und -verfahren nicht bekannt sind. Universal Certification bat darum, darüber informiert zu werden, erhielt jedoch bisher keine Informationen. Die Bewertungen der Masken, die als Quelle für diese Nachrichten angeführt wurden, können nicht als Referenz für Standardstudien zur Konformitätsbewertung herangezogen werden. “

Dieses inoffizielle, nicht unparteiische Verfahren hat zu allgemeinen Aussagen über die Qualität eines bestimmten CE-Zeichens 2163 geführt, das zertifizierte Gesichtsmasken abdeckt, die nicht nur in China, sondern auch in der Türkei, Italien, Deutschland und anderen EU-Ländern hergestellt wurden, was zu unbegründeten Ansprüchen führte Dies kann die Verfügbarkeit von PSA in Italien und in der EU in einem Moment gefährden, in dem dies am dringendsten benötigt wird.

Insbesondere in Bezug auf China ist es bemerkenswert, dass es mehrere benannte Stellen gibt, die CE-Zertifikate für in China hergestellte Gesichtsmasken ausstellen. China kann auf 87 nach ISO 17025 akkreditierte EN 149-Prüflabore mit präziser Ausrüstung und langjähriger Erfahrung zählen. Die meisten benannten Stellen, die Zertifikate an chinesische Hersteller ausstellen, führen Tests in diesen chinesischen ISO 17025-Labors durch.

„Wir haben dieses Unternehmen bereits offiziell kontaktiert, um uns den Inhalt ihrer Bewertungen und ihren Zweck auf rechtlicher Grundlage mitzuteilen, aber sie haben uns bisher keine Beweise vorgelegt. Wir sind auch bereit, den Medien alle relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Bei der Universal-Zertifizierung werden wir in dieser schwierigen Pandemie weiterhin an vorderster Front stehen, indem wir unserer Verantwortung innerhalb des europäischen Produktsicherheitssystems unter vollständiger Einhaltung aller geltenden Normen und Vorschriften nachkommen “, so Camci Osman.

Pressemitteilung vom 15.03.2021: http://www.universalcert.com/en/news/press-release-12032021

Masken made in Niederbayern – IHK Niederbayern

Im Zuge der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihr Portfolio umgestellt – den großen Schritt einer kompletten Neugründung mit rasantem Wachstum ist die SWS-Medicare GmbH aus Essenbach gegangen.

Die drei Jungunternehmer Sabahattin Incekalan, Orhan Söhmelioglu und Volkan Akoglu haben zu Beginn der Corona-Krise den Entschluss gefasst, hochwertige Schutzmasken in Niederbayern
zu produzieren. Im Zuge der weiteren Planungen erhielt das junge Unternehmen den Zuschlag aus der Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums zur Lieferung von FFP2-Masken. „Wir haben alles in wenigen Wochen aus dem Boden gestampft, von der Materialbeschaffung bis zum Maschinenkauf “, sagt Incekalan. Vom Einzug in die Produktionsstätte bis zum Start der Produktion mit 25 Mitarbeitern am 3. August 2020 vergingen nicht einmal drei Wochen. Die Prozesse wurden weiter optimiert, sodass eine Maschine für FFP2-Masken knapp 60.000 Stück am Tag schafft und das Doppelte die Anlage für die deutlich weniger aufwendigen OP-Masken. Es war den Gründern dabei wichtig, eine Maske aus deutschen Materialien und Maschinen von einem deutschen Hersteller zu bekommen. Der Anfang war nicht leicht und das Risiko hoch: „Zu Beginn lief nicht alles reibungslos, man wollte die perfekte Maske produzieren und probierte immer
wieder verschiedene Materialien aus, so Akoglu. Insgesamt haben wir bestimmt schon Ware im Wert von 150.000 Euro in den Sand gesetzt. Das verbuchen wir als Lehrgeld.“ Auch für Material und Maschinen schlugen hohen Anschaffungskosten zu Buche. Doch das lohnte sich: Zum Jahreswechsel 2020/21 bietet SWS-Medicare über 150 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Das Start-up will weiter wachsen, man möchte weitere Märkte erschließen, neue Maskentypen in das Portfolio aufnehmen. Schließlich, so die Überzeugung der Unternehmer, werde die Nachfrage nach Schutzmasken über viele Jahre nicht abreißen und das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“ habe immer noch einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, Schutzmasken schnell und ohne lange Lieferwege an medizinische Einrichtungen, Arbeitsschutzbereiche und weitere Anwender wie Altenheime zu liefern. Der Vertrag mit dem Bundesgesundheitsministerium läuft noch bis Ende des Jahres.

Bericht: IHK Niederbayern – Magazin ” Niederbayrische Wirtschaft 03/2021

Ein Unternehmen auf der Überholspur – Nicole Bauer, MdB besichtigt Produktionsstätte in Altheim

FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer hat kürzlich den Maskenhersteller SWS-Medicare in Altheim besucht. Empfangen wurde sie von den drei Gründern Geschäftsführern Orhan Söhmelioglu, Sabahattin Incekalan und Volkan Akoglu.

Bei einem Rundgang bekam Bauer einen guten Einblick in das noch sehr junge Unternehmen. Orhan Söhmelioglu erklärte neben der Funktion der Maschinen auch die Hygiene- und Arbeitsschutzvorschriften zu Zeiten von Corona im Betrieb. Die Firma wurde Ende Mai 2020 nach einer spontanen Idee gegründet. Im August 2020 startete die Produktion in Altheim mit 24 Mitarbeitern. In nicht einmal 6 Monaten wuchs die Mitarbeiterzahl auf über 200 Personen im Festangestelltenverhältnis. Die Firma produziert 6 Tage die Woche im Drei-Schicht-System, was zu einer Produktion von über 1,4 Millionen FFP2-Masken wöchentlich führt. Damit diese Masken immer allen vorgegebenen Standards und Normen entsprechen, hat die SWS-Medicare ein eigenes Testlabor. Dort werden die hochqualitativen Vlies- und Filterstoffe (die alle aus Deutschland kommen) vor der Produktion und die Masken nach der Herstellung getestet. Für Bauer ist klar, dass es gerade in Pandemiezeiten wichtig sei, Unternehmen vor Ort zu haben, die Schutzmaterial produzieren, damit man nicht auf den Import vom Ausland angewiesen ist. „Unsere Region produziert mehr Masken, als wir verbrauchen können.“ Löblich ist auch, dass die drei Geschäftsführer Wert auf ein gutes Betriebsklima legen. In einer eigenen Betriebskantine wird täglich für die Mitarbeiter frisch gekocht.

Neben Altheim wurde auch in Moosburg eine Halle angemietet, dort werden die Masken ebenso verpackt und versandbereit gemacht.

Besonders positiv aufgefallen ist Nicole Bauer vor allem die große Diversität im Unternehmen, denn ca. 15 verschiedene Nationalitäten sowie ein Frauenanteil über 60 Prozent sind unter den Mitarbeitern vertreten.

„Im Grunde ist es egal woher unsere Mitarbeiter kommen. Viel wichtiger ist eine gute Zusammenarbeit und Respekt untereinander. Wir wollen auch den Menschen, die zum Beispiel immer noch in Kurzarbeit und so auf einen Nebenverdienst angewiesen sind, eine Möglichkeit bieten, die Krise gut zu überwinden. Einige der geringfüg Beschäftigten kommen vom Flughafen München. Diese werden natürlich am Standort in Moosburg eingesetzt, damit die Fahrtzeit gering bleibt.“, bemerkt Orhan Söhmelioglu.

Bauer findet den Mut und die Schaffenskraft der drei Geschäftsführer bemerkenswert. „Wir brauchen viel mehr neue Ideen sowie mutige Gründer, die in neue Geschäftsfelder investieren. SWS-Medicare zählt hier zu den Vorbildern“. Die Abgeordnete äußert zudem, dass es dafür auch notwendig sei, Bürokratie abzubauen sowie eine Unternehmenssteuerreform auf den Weg zu bringen. Nicht nur für potentielle Gründer, sondern vor allem um die Wirtschaft nach dem Lockdown wieder anzukurbeln.

Am Schluss war sich Bauer sicher: „Wir können stolz auf unsere Region sein, denn gute Qualität kommt halt doch aus Niederbayern“. Sat1 strahlte kürzlich sogar einen Kurzbericht in den Nachrichten aus und bezeichnete darin die drei Geschäftsführer als die „Masketiere“ aus Bayern. Die Firma soll auch noch nach der Pandemie noch bestehen, deswegen setzten sie künftig verschärft auch auf  Produkte für den Arbeitsschutzbereich und erweitert ihr Maskenportfolie.

Erfolgreiche Nominierung zum Großen Preis des Mittelstandes

Die 1. Etappe im 27. bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2021“ – der unter dem Motto „Jetzt erst recht“ steht – haben wir erfolgreich erreicht!

Hintergrundinformation   
zum Wettbewerb und zur auslobenden Oskar-Patzelt-Stiftung

Seit der Erstverleihung im Jahr 1995 hat sich der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ zum wichtigsten deutschen Mittelstandswettbewerb entwickelt.
Im Jahr 2021 wurden 4.674 Unternehmen von mehr als 1.000 Kommunen, Institutionen, Kammern und Verbänden nominiert. Alle nominierten Unternehmen sind unter www.mittelstandspreis.com und www.kompetenznetz-mittelstand.de veröffentlicht.

Trotz krisenhafter welt- und volkswirtschaftlicher Entwicklungen hat der unternehmerische Mittelstand in den letzten fünf Jahren Millionen neuer und zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen. Diese gewaltigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen. Der Wettbewerb trägt zur öffentlichen Würdigung des Mittelstandes als Hoffnungsträger und Wirtschaftsfaktor bei, befördert die Netzwerkbildung im Mittelstand und popularisiert Erfolgsbeispiele.

Mit der Nominierung von Firmen zu diesem Wettbewerb verbinden Kommunen, Institutionen und Verbände effektiv Wirtschaftsförderung und Regionalmarketing miteinander. Für die Firmen selbst ist bereits die Teilnahme am Wettbewerb, erst recht die Auszeichnung bei Erreichen der „Juryliste“ und danach als „Finalist“ oder als „Preisträger“, ein starkes Alleinstellungsmerkmal mit vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten.

Die Entscheidung zur Auszeichnung treffen die Jurys der zwölf Wettbewerbsregionen und eine Abschlussjury. Je Wettbewerbsregion können im Regelfall fünf Unternehmen als „Finalist“ und drei Unternehmen als „Preisträger“ ausgezeichnet werden.

Darüber hinaus werden bundesweite Sonderpreise ausgelobt: Für die „Kommune des Jahres“, die „Bank des Jahres“ sowie der „Premier-Finalist“ bzw. „Premier“.
Als „Premier-Finalist“ und „Premier“ können nur Preisträger vorangegangener Jahre ausgezeichnet werden.

Träger des Wettbewerbs sind gemeinsam mit der Oskar-Patzelt-Stiftung (Leipzig) Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), Unternehmer- und Arbeitgeberverbände
(UV, AGV), Landesverbände des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW), Regierungspräsidien, Städte und Gemeinden, in Zusammenarbeit mit Ministerien, Institutionen und Medien.

Von Anbeginn an ist die Stiftung grundsätzlich ehrenamtlich organisiert und wird ohne einen Euro Steuergelder ausschließlich privat finanziert. Weder den nominierenden Institutionen/Personen noch den teilnehmenden Unternehmen entstehen irgendwelche Anmelde-, Teilnehmer- oder Bearbeitungsgebühren.
Nur die Teilnahme an den festlichen Preisverleihungen (Gala) mit einem anschließenden glanzvollen Ball ist kostenpflichtig.

Mehr als 200 Personen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind gegenwärtig in 13 Jurys, fünf weiteren Stiftungsgremien und in bundesweit ca. 50 regionalen Servicestellen aktiv engagiert.
Die „Oskar-Patzelt-Stiftung“ verkörpert damit Corporate Citizenship im besten Sinne.

Quelle: Oskar-Patzelt-Stiftung

Die Masken-Macher aus Niederbayern – Abgeordneter Radlmeier bei SWS-Medicare

Die FFP2-Maskenmaschinen stehen derzeit nie still – 48 FFP2-Masken in der Minute, 230.000 Stück am Tag, rund 30 Millionen Schutzmasken im vergangenen halben Jahr: Die Maskenproduktion der SWS-Medicare GmbH in Altheim läuft auf Hochtouren. Die drei Gesellschafter Orhan Söhmelioglu, Sabahattin Incekalan und Volkan Akoglu verrieten dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU), der zusammen mit Essenbachs 1. Bürgermeister Dieter Neubauer und dessen Stellvertreter Claus Schorn die Produktionsstätte besuchte, wie es zur Idee dahinter kam.

Als das Corona-Virus sich vor einem Jahr in Deutschland verbreitete, gab es sie noch gar nicht: Schutzmasken, die hier hergestellt werden. Innerhalb kürzester Zeit änderte sich das. Mittlerweile gibt es rund 35 heimische Masken-Hersteller. Einer davon ist die SWS-Medicare aus Niederbayern. Das Unternehmen produziert, verpackt und verschickt an drei Standorten in Altheim und Moosburg sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken – und das millionenfach. „Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich einmal Masken in Deutschland herstellen würde, den hätte ich für verrückt erklärt“, gab Gesellschafter Orhan Söhmelioglu ganz offen zu. Zusammen mit seinen Geschäftspartnern bekam er im vergangenen Jahr den Zuschlag, Masken für das Bundesgesundheitsministerium unter Leitung von Minister Jens Spahn zu produzieren. Dann ging es Schlag auf Schlag: Innerhalb von wenigen Wochen mussten ein Standort gefunden, Maschinen und Rohstoffe besorgt und Mitarbeiter eingestellt werden. Obwohl man bei Null startete, liefen nach nur drei Monaten bereits die ersten Masken vom Band. Seitdem kennen die Zahlen der Produktion nur eine Richtung: Nach oben. Hatte man anfangs 24 Mitarbeiter geplant, beschäftigt SWS-Medicare heute weit über 220 Personen. Die werden auch benötigt: Eine Million FFP2-Masken müssen pro Woche begutachtet, verpackt und versandt werden.

Anpacken ist gefragt
Wie das alles funktioniert? „Wir überlegen nicht lange rum – wir machen einfach“, fasste Söhmelioglu zusammen. Die anpackende Haltung wird auch im laufenden Betrieb deutlich: Als die Produktionsfläche knapp wurde, zog man in der Altheimer Halle eine zweite Arbeitsebene ein. Als sich im Herbst der zweite Lockdown ankündigte, mietete man kurzerhand weitere Lagerflächen an, um unabhängig von der Lieferkette ausreichend Materialien zu haben. Ständig wird der Standort optimiert. „Bei uns ändert sich jede Woche etwas“, schilderte Söhmelioglu.

Laufende Kontrolle
Was dagegen immer bleibt, ist der Qualitätsanspruch: Jedes Vlies, das in Altheim eintrifft, wird in einem eigenen Labor geprüft. Auch die Masken, die daraus entstehen, werden Tests unterzogen. So wird analysiert, ob der Atemwiderstand passt und die Filterung funktioniert. „Die Qualität unserer FFP2-Masken entspricht eigentlich der höherwertigen FFP3-Maske. Das ist für uns im Einkauf natürlich etwas teurer, aber das ist uns unser Anspruch wert“, so Söhmelioglu.

Doch wie kam es überhaupt zu der Idee, Masken in Deutschland zu produzieren? „Die Idee dafür entstand zuhause auf der Couch“, erzählte Sebahattin Incekalan lachend. Als ihm klar wurde, wie hoch die Abhängigkeit Deutschland vom Ausland in diesem Bereich ist, beschäftigte er sich mit der Thematik – erste Produktionsversuche inklusive. Kurz darauf wurde er auf die Ausschreibung des Bundes aufmerksam und bewarb sich. Der Rest ist (Erfolgs-)Geschichte.
Helmut Radlmeier hatte nur Lob für die drei Unternehmer: „Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr hier in so kurzer Zeit aufgezogen habt. Das Tempo ist beeindruckend. FFP2-Masken braucht derzeit ein jeder, hier werden sie millionenfach in der Region Landshut produziert“.

Text und Bild: Helmut Radlmeier

Maskenspende für die Stadtwerke, die SWS Medicare übergibt 1.500 FFP2-Masken für die Belegschaft

Da freut sich die Stadtwerke-Belegschaft: 1.500 FFP2-Masken haben heute Sabahattin Incekalan und Orhan Söhmelioglu, beide Geschäftsführer der Firma SWS Medicare aus Altheim, an Stadtwerke-Chef Armin Bardelle übergeben. Eingefädelt hatte die Maskenspende für die Stadtwerke Werksenatsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger.

„Da wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern laufend neue FFP2-Masken zur Verfügung stellen und die Nachfrage am Markt aufgrund der neuen Regelung gerade sehr hoch ist, freut es mich besonders, dass SWS Medicare und Dr. Thomas Haslinger an die gesamte Belegschaft der Stadtwerke gedacht haben“, sagte Bardelle.

Schließlich halten die rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtige Infrastrukturen wie die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie die Stadtbus-Verbindungen auch in Pandemie-Zeiten am Laufen und sind bei Störfällen rund um die Uhr an 365 Tagen erreichbar.

Sabahattin Incekalan und Orhan Söhmelioglu betonten, dass sie als regionale Unternehmer mit ihrer Spende auch wieder etwas in die Region zurückgeben wollen. „Wir profitieren aktuell von der Corona-Pandemie, deswegen möchten wir Unternehmen und Institutionen unterstützen, die sich in diesen schwierigen Zeiten permanent für die Gesellschaft einsetzen“, sagte Söhmelioglu. „Dazu zählen für uns auch die Stadtwerke, die in Landshut der regionale Daseinsversorger sind.“

Das noch junge Unternehmen mauserte sich im letzten halben Jahr zu einem Schwergewicht unter den Herstellern für hochwertige Masken und liefert auch an die Bundesregierung. Neben CE-zertifizierten FFP2-Masken laufen inzwischen auch OP-Masken über die Produktionsbänder. Dabei legt das Unternehmen äußersten Wert auf hochwertige Materialien und die Qualitätssicherung. „Mitte Dezember vergangenen Jahre haben wir unsere Produktionsflächen zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres erweitert“, erklärte Incekalan. Bis Mitte Februar sollen dann rund 20 Millionen Masken die Altheimer Werkstore verlassen können. Inzwischen stehen bei SWS Medicare über 150 Menschen in Lohn und Brot.

 

Bild von links: Dr. Thomas Haslinger, Sabahattin Incekalan, Armin Bardelle und Orhan Söhmelioglu. © Stadtwerke Landshut

Übergabe von FFP2-Masken für Landshuter Gemeinschaftsunterkünfte

Am 12.01.wurde von der Bayerischen Landesregierung beschlossen, dass aufgrund der Corona-Pandemie ab dem 18.01. eine FFP2 Maskenpflicht beim Einkaufen und bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln gilt. Die FFP2 Maskenpflicht mit der sehr kurzen Vorlaufzeit ist eine große Herausforderung für den finanziell benachteiligten Teil der Bevölkerung, da die Kosten für die medizinischen Masken hoch sind. Zwar wurde von der Landesregierung angekündigt, dass für den finanziell schwachen Teil der Bevölkerung 2,5 Millionen Masken in Bayern verteilt werden, aber in den besonders gefährdeten Gemeinschaftsunterkünften ist davon bisher nichts angkeommen.
Diese Not wird nun für die Bewohner der Landshuter Gemeinschaftsunterkünfte durch SWS-Medicare GmbH, ein Jungunternehmen aus Altheim, gegründet von drei jungen Landshutern und Moosburgern mit türkischem Migrationshintergrund, abgemildert. Mit einer Spende von 1.080 FFP2 Masken an das Haus International können den Bewohnern der Landshuter Gemeinschaftsunterkünfte nun zumindest für die Zeit, bis die Versorgung durch die öffentliche Verwaltung organisiert ist, die nötigen Masken zur Verfügung gestellt werden.
Hinter SWS-Medicare GmbH stecken die Jungunternehmer Volkan Akoğlu (32) aus Landshut, Orhan Söhmelioğlu (40) und Sabahattin Incekalan (33) aus Moosburg. Mit ihrem Unternehmergeist wirken sie den Engpässen in der FFP2 Maskenproduktion entgegen, denn sie produzieren derzeit pro Woche ca. 1,3 Millionen und ab Anfang Februar ca. 2,6 Millionen FFP2 Masken wöchentlich. Das Unternehmen hat mittlerweile auch insgesamt 250.000 Masken an bedürftige Menschen, unabhängig ihrer Herkunft oder Ethnie, gespendet. Sabahattin Incekalan sagte bei der Übergabe: „Meine Eltern und Großeltern waren Gastarbeiter – ich freue mich sehr, nun in der dritten Generation als Arbeitgeber meinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können“.
Ahmet Karaman vom Migrationsbeirat hatte die Spende vermittelt und erläuterte seine Motivation. „Diese drei Jungunternehmer sind als Kinder und Enkelkinder von Arbeiterfamilien mit Migrationshintergrund ein Paradebeispiel dafür, dass Migration eine Bereicherung für unsere Gesellschaft ist. Dieses Potential steckt genauso in den Gemeinschaftsunterkünften. Die geflüchteten Menschen, die diese Masken erhalten und ihre Kinder bedeuten genauso eine Chance und eine Bereicherung für unsere Stadt.“ Auch Thomas Link vom Amt für Migration und Integration der Stadt Landshut zeigte sich voll des Lobes für die Initiative. Annelies Huber und Felix Ezeoha vom Haus International sind froh und dankbar, dass die Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften nun mit Masken versorgt werden können und so am Montag weiter am Alltagsleben teilnehmen können.